Spec Driven Design als "Fast Waterfall"
Spec Driven Design wird hĂ€ufig als Neuerfindung von Waterfall belĂ€chelt. TatsĂ€chlich wird dabei aber ein essenzieller Unterschied ĂŒbersehen: die Iterationsgeschwindigkeit.
HĂ€ufig ist das MissverstĂ€ndnis, dass die geschriebene Spezifikation alle Interaktionspfade abdecken mĂŒsse, und sich nicht Ă€ndern dĂŒrfe. Beides sind Dinge der Unmöglichkeit (siehe Code ist detaillierte Spezifikation). Der Prozess Ă€hnelt mehr einem Brainstorming, in welchem die vage Idee des Entwicklers/Stakeholders in Textform gegossen wird[1]. Auf Basis dieser Beschreibung wird dann ein erster Prototyp entwickelt, auf dessen Basis anschlieĂend iteriert werden kann.
Das Problem an Waterfall, welches von Agile gelöst werden sollte, war der Mangel an Feedback. Es wurde möglich, Stakeholdern eine Zwischenversion zu prÀsentieren, und bei Bedarf zu pivotieren. So gesehen ist SDD aber keine Bewegung in Richtung Waterfall, sondern im Gegenteil eine extremere Variante, in der noch schneller detailliertere Prototypen vorgelegt und angepasst werden können.
Verweise
- Siehe auch: Ralph loop
- [[Software-Projektmanagement geht davon aus, dass Entwicklung langsam ist]]
Quellen
Selbst dieser Akt kann schon ProblemverstĂ€ndnis verbessern: genau das passiert bei Rubber Duck Debugging â©ïž
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